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Aktuelle Informationen rund um unsere Praxis

 

Stammzelltherapie – Mit biologischer Behandlungsmethode  Gelenkprobleme bekämpfen

Was sind Stammzellen?
Stammzellen sind Körperzellen, die sich in verschiedene Zelltypen des Körpers entwickeln können. Sie befinden sich in zahlreichen Geweben, als eine Art Vorrat, den der Körper nach Bedarf nutzen kann, wenn abgestorbene oder verletzte Zellen ersetzt werden müssen. Stammzellen schaffen an der verletzten oder erkrankten Stelle ein Umfeld, welches mit den körpereigenen Mechanismen die Heilung unterstützt. Bei der Behandlung mit Stammzellen nutzen wir diese natürlichen Reparaturmechanismen.

Welche Erkrankungen werden mit Stammzellen behandelt?
Die Stammzelltherapie wird bei Behandlungen von Gelenkserkrankungen wie Arthritis, Osteoarthritis, Sehnen- und Bänderverletzungen und Knorpelverletzungen eingesetzt, sowie zur schmerzstillenden bzw. unterstützenden Therapie bei schmerzhafter Hüftgelenksdysplasie, nach einer Kreuzbandoperation oder auch zur Frakturnachbehandlung.

Wie sieht der Therapieverlauf aus?
Es handelt sich um eine minimal-invasive, tierfreundliche Methode mit Langzeiteffekt. Lediglich 2 Tierarztbesuche sind notwendig. Beim ersten Besuch wird dem Hund durch einen kleinen Schnitt ein etwa daumennagelgroßes Stück Fettgewebe direkt unter der Haut entnommen.

Im Labor werden im Anschluss daraus die Stammzellen isoliert und auf mehrere Millionen vermehrt.

Nach 10 bis 14 Tagen werden die Zellen von Ihrem/Ihrer Tierarzt/Tierärztin direkt in die betroffene Stelle injiziert. Anschließend können Sie Ihren Liebling direkt mit nach Hause nehmen.

Vorteile der Stammzelltherapie:

  • keine Nebenwirkungen
  • Nur eine Anwendung notwendig
  • Regenerierung des behandelten Gewebes
  • schmerz- und entzündungshemmende Wirkung
  • Förderung körpereigener Heilungsmechanismen
  • lokale Wirkung
  • einmalige Behandlungskosten

Erfolge der Methode
Eine subjektive Bewertung der Besitzer und eine objektive Bewertung der Tierärzte deuten bei der Mehrheit der behandelten Tiere auf eine mäßige bis starke Verbesserung des Zustands. Erste Anzeichen einer Verbesserung sind meist schon nach 1- 2 Monaten sichtbar. Schonhaltung und Lahmheit verringern sich, der Hund wirkt wieder aktiver. 6 bis 8 Monaten nach der Behandlung zeigt sich bei der Mehrheit der Patienten eine auffallende Verbesserung, da die Lust zum Spielen und auf längere Spaziergänge zurückkommt. Bei chronischen Erkrankungen erreichen wir mit der Stammzellentherapie im optimalen Fall eine starke Verringerung oder eine vollständige Heilung der chronischen Schmerzen.

Stammzelltherapie in den Medien  http://bit.ly/NOE_ORF

Vortrag an der Hans-Seidl Stiftung

  • 13.12.: Tiere im Krieg (Promotionsfachtagung Ideengeschichte)

 

Conservation Medicine

Termine für die Wahlpflichtvorlesung des Sommersemesters 2014 – 07.04. bis 12.07.2014,
ab dem 6. Semester:

Dienstags 14:00 bis 16:00 Uhr, im Hörsaal Mikrobiologie/Pathologie

  • 15.04.: Fallbeispiele Wildtiere in der Tierarztpraxis
  • 10.06.: Fallbeispiele Wildtiere in der Tierarztpraxis

Masterstudium in Berlin

Herr Dr. med. vet. Siegfried Graf belegt seit 2011 an der FU-Berlin einen Masterstudiengang. Die Ausbildung zum Master of Small Animal Science ist national und international anerkannt. Es ist ein universitärer Studiengang, der zur Erlangung des Fachtierarzttitels für Kleintiere führt bzw. zum Europäischen Fachtierarzt. Das Studium zum Master of Small Animal Science an der Freien Universität Berlin vermittelt dem praktizierenden Tierarzt fachliche und methodische Kompetenzen in der Klein- und Heimtiermedizin. Es orientiert sich an den höchsten wissenschaftlichen Standarts und am neuesten Stand der internationalen Forschung.
Im Masterstudiengang angewendete Qualitätsstandarts sind unter anderem die European Standarts and Guidelines for Quality Assurance in Higher Education, der Qualitätsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse sowie die Empfehlungen der Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium nach dem Deutschen Wissenschaftsrat 2008.
Die belegten Module werden stets mit einem Testat beendet und enden mit einer Masterarbeit unter öffentlicher Verteidigung vor dem Lehrkörper der Universität nach Ende des Studiums.


Sorge um Bienen

Der 2006 weltweit für Aufsehen sorgende Bienenverlust – Colony collapse disorder  (CCD) der Honigbiene (Apis mellifera) – in Amerika führte zu einer Welle der Entrüstung über das sog. Bienensterben bzw. -verschwinden. Die Ursachen sind vielfältig. Tatsache ist, dass Bienen über 70 % unserer Wild- und Kulturpflanzen bestäuben. Unglaublich wäre das Ausmaß für die pflanzliche Nahrungsindustrie durch ein Ausbleiben der Bienenbestäubung der Pflanzen. Daher schenkt auch die Tierarztpraxis Dr. Graf große Aufmerksamkeit den Bienen und deren Erkrankungen. Aus unserem Hause ist Ende November 2012 auch ein Vortrag über Bienenkrankheiten gehalten und veröffentlicht worden – auf der Tagung der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft der Fachgruppe für Zoo- und Wildtiere, Exotische Heimtiere in Görlitz.
"Generell sind Honigbienen ideale Brücken für Botschaften zur Nachhaltigkeit, Komplexität unserer belebten Welt und deren Zerbrechlichkeit". Prof. Tautz, Universität Würzburg